
Die Methode Vehlow
arbeitet nach der dreifachen Häusereinteilung, wobei alle Häuser gemäß dem
Analogiegesetz gleiche Ausdehnung von 30 Grad haben. Daher wird sie auch die "äquale Manier" genannt.
Die intensivste Wirkung liegt jedoch in der Mitte und nicht am Anfang oder Ende der Häuser.
Beim Menschen ist es ähnlich. Nach der Geburt ist er noch zart und hilfsbedürftig, erst mit zunehmenden Jahren
kräftigt sich seine Konstitution und in den mittleren Jahren ist er am leistungsfähigsten. Gegen das Alter
schwinden die Kräfte allmählich wieder, um den Menschen gegen den Tod ganz zu verlassen. Überall
in der Schöpfung begegnet uns doch ausschließlich Harmonie, sofern der
Mensch nicht willkürlich eingegriffen hat! Auch beim Betrachten des Regenbogens wird
man zugeben müssen, dass die reine Farbintensität in der Mitte eines Farbenfeldes erscheint.
Am Rande der jeweiligen Farbenfelder verblasst die Farbe, bzw. vermischt sich mit der Tönung
des Nebenfeldes. Grundlegende Forschungen hat der Od-Forscher Freiherr von Reichenbach
in seinem Werk "Der sensitive Mensch" nachgewiesen. Auch er fand eine Zwölfteilung der
Erdaura, die die gleich große Zwölfteilung eines äqualen Horoskop mit der
menschlichen Aura in Bezug setzt.

Vehlows äquale Manier stützt sich auf die Antike, wobei der Aszendent immer in die
Mitte des 1. Hauses gesetzt wurde. Da diese Häuser vom Horizont aus eingeteilt werden, nannte
er sie Horizonthäuser. Das "Medium coeli" hingegen kann je nach geographischer Breite
des Geburtsortes zwischen das siebte und zwölfte Horizontalhaus fallen und ergibt
dadurch eine differenziertere Deutungsmöglichkeit. Eine Erweiterung fand er mit Hilfe der
Sonnenhäuser wie sie die alten Kabbalisten der Antike anwandten. Auch die Sonne wird hier in der
Mitte stehend betrachtet. Das heißt, 15 Grad links und rechts davon wird das erste Sonnenhaus
gebildet, danach kann man die Einteilung in 30 Grad Schritten um den Tierkreis herum
weiter einzeichnen und erhält so auch zwölf Sonnenhäuser.